Podiumsdiskussion "Der Preis der Freiheit"

10.10.2014, Kiew
Nachricht11.10.2014
Der Preis der Freiheit
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Unsere Veranstaltung im Rahmen der "Deutschen Wochen in der Ukraine":

Podiumsdiskussion „Der Preis der Freiheit“ und Ausstellung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme. Streiflichter auf die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert“.

Welchen Preis mussten die ehemaligen Ostblockstaaten im Rahmen ihrer demokratischen Transformation für den Zuwachs an politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Freiheit zahlen?

Welche Rolle spielten eine europäische Identität oder ein gemeinsames kulturelles Gedächtnis als Triebfeder der Transformation zur Demokratie?

Und welche Schlussfolgerungen und Lehren lassen sich daraus für die Ukraine ableiten?

10. Oktober 2014, 16:00 Uhr, in der Parlamentsbibliothek

(vul. Hruschewskoho 1, Kiew)

1989 verschoben sich die Koordinaten der Weltpolitik. Europa erlebte einen gewaltigen Zuwachs an politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Freiheit. Die ostmitteleuropäischen und südosteuropäischen Staaten haben die Transformation von einer kommunistischen Diktatur zur Demokratie und von einer zentralen Verwaltungs- zur Marktwirtschaft auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Tempo vollzogen. Die Aussicht auf Mitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft war dabei eine wesentliche Triebkraft der Transformation.

In der Ukraine kam es 2014 zur mittlerweile dritten Revolution. Der Transformationsprozess gestaltet sich schwierig. Das Land ist nicht nur von außen existenziell bedroht, sondern steht auch vor gewaltigen Problemen im Innern: Gute Regierungsführung, Wirtschaftsreformen und eine effektive Korruptionsbekämpfung sind entscheidende Voraussetzungen für einen stabilen demokratischen Aufbau und die Glaubwürdigkeit jeder künftigen Politik; und der Zusammenhalt des Staates kann nur dann auf Dauer gewahrt werden, wenn alle Bevölkerungsteile integriert werden. Aber auch die Europäische Union ist gefragt, wenn es um die Unterstützung der demokratisch und rechtsstaatlich gesinnten Kräfte in der Ukraine geht, und das nicht nur finanziell.

Professor Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte in München, hat sich in den vergangenen Jahren mit den unterschiedlichen Entwicklungsprozessen in den ehemaligen Ostblockländern intensiv befasst. Auf dieser Basis diskutiert er mit ukrainischen Historikern, Publizisten und Praktikern, wie den Herausforderungen begegnet werden kann.

• Welche Lehren können aus den Revolutionen und Transformationsprozessen in Mittel- und Südosteuropa gezogen werden?

• Welche Reformschritte stehen am dringlichsten an und wie müssen sie aussehen?

• Was kann die EU konkret an Unterstützung leisten?

Sie sind zu dieser Diskussion herzlich eingeladen!

Begrüßung:

Botschafter Dr. Christof Weil;

Miriam Kosmehl, Projektleiterin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Kiew.

Impulsvortrag von Professor Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München,

gefolgt von einem moderierten Gespräch zwischen:

• Wolodymyr Wjatrowytsch, Vorsitzender des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedächtnis;

• Andrij Ljubka, Schriftsteller und Journalist aus Uschhorod;

• Professor Dr. Wiktor Musijaka, wissenschaftlicher Berater des Rasumkow-Zentrums und ehemaliger Vize-Vorsitzender der Werkhowna Rada;

• Professor Dr. Andreas Wirsching.

Moderation: Sabine Adler, Osteuropakorrespondentin Deutschlandradio

Die Veranstaltung wird simultan gedolmetscht (deutsch-ukrainisch/ukrainisch-deutsch).

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