Geschichte als Politikum – Ausstellungseröffnung am 30. Juni 2017 in Kiew

Announcement21.06.2017
Der Kommunismus in seinem Zeitalter
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30. Juni 2017 in Kiew

           17:00 h INVERIA, wul. Wolodymyrska 49a                            

Der Frankfurter Historiker und Publizist Gerd Koenen hat die Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ konzipiert. Aus Anlass des 100. Jahrestags der Oktoberrevolution in Russland beschreibt sie rückblickend Aufstieg und Niedergang des Kommunismus. Die Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Deutsche Historische Museum  sind Herausgeber der Ausstellung, die wir nun in Kiew in ukrainischer Sprache zeigen.

Die Verfechter des Kommunismus waren angetreten, nicht nur die Welt, sondern auch die Menschen zu verändern, den „neuen Menschen“ zu schaffen. Ihren Heils- und Zukunftsversprechen folgten rund um den Globus Millionen. Und Abermillionen wurden schließlich Opfer kommunistischer Gewaltregime. Auch über ein Vierteljahrhundert  nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Europa wirkt die Konkursmasse fort und sind die gesellschaftlichen und mentalen Flurschäden nicht gänzlich überwunden, weder in Deutschland noch in der Ukraine.

 „Freiheit“ war 1989/90  wie auch in beiden Maidan-Bewegungen ein Schlüsselbegriff, und Millionen Menschen haben in Freiheitsrevolutionen eindrucksvoll ihren Willen gezeigt, in einem vereinten, post-imperialen Europa der Demokratie und der Freiheit zu leben.

Zur Eröffnung der ukrainischen Übersetzung der Ausstellung möchten wir mit dem Autor Gerd Koenen die Brücke schlagen zwischen dem deutschen und ukrainischen Überwinden des Kommunismus, von der deutschen zur ukrainischen Freiheitsrevolution hin zur europäischen Perspektive der Ukraine. Zusammen mit weiteren Historikern und Experten werden wir die Fragen aufwerfen:

  • Gibt es ein Rezept für den idealen Dekommunisierungsprozess?
  • Welche Rolle spielen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, wenn es um politische und nationale Emanzipation geht und um europäische Integration?
  • Welche Ansätze haben andere Länder verfolgt, und was kann man aus ihnen lernen?

16:30 – 17:00

Registrierung

 

17:00

Begrüßung

Miriam Kosmehl, Leiterin Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Ukraine und Belarus

17:10 – 17:30

Impulsvortrag

Gerd Koenen, Historiker und Autor, Frankfurt am Main

17:30 – 19:00

Paneldiskussion

Wladislawa Osmak, Leiterin Zentrum für Stadtstudien Kiewer Mohyla-Akademie

 

 

 

 

 

 

Gerd Koenen

Andriy Kohut, Staatlicher Direktor der SBU-Archive

Andreas Umland, Historiker und Autor, The Institute for Euro-Atlantic Cooperation (IEAC) 

Moderation

Sabine Adler, Deutschlandradio

19:00

Empfang

 

Die Panel-Diskussion wird auf Deutsch und Ukrainisch geführt.

Die Ausstellung wird ab dem 1. Juli für fünf Tage im Taras-Schewtschenko-Museum zu sehen sein und ab dem 1. September im Roten Gebäude der Taras-Schewtschenko-Universität.

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