Die Startup-Partei Syla Lyudey besuchte die österreichische liberale Partei NEOS

27-29.09.2016, Wien | Auszüge eines intensiven Arbeitsbesuchs
Nachricht10.10.2016
NEOS
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Vom 27. bis 29. September besuchte die ukrainische Partei Syla Lyudey (Kraft der Menschen) die österreichische liberale Partei NEOS - Das Neue Österreich.

Die Partei NEOS, als eine Initiative von Bürgern organisiert, die sich gegen Gleichgültigkeit wenden und für persönliches Engagement einsetzen, schaffte 2013 unerwartet den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde zum österreichischen Parlament - und wurde so zu einem wichtigen Spieler auf der politischen Bühne des Landes.

Die drei Arbeitstage der Besuchsreise waren mit Treffen und Beratungen inklusive Austausch von Erfahrung und Instrumenten gefüllt.

Maxim Koliesnikov, Projektkoordinator der Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit, organisierte und begleitete die Reise. Er resümiert: "Hoffentlich wird der Erfolg des politischen Start-up NEOS die ukrainische liberale Partei Syla Lyudey zu neuen Leistungen und Siegen inspirieren!"

Die Grundlagen für Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch zwischen den Parteien sind jedenfalls gelegt!

Christoph Vavrik, Abgeordneter zum Nationalrat und Sprecher für Außenpolitik und Entwicklungspolitik, ist eines von neun NEOS-Mitgliedern im österreichischen Parlament.  Er beschrieb den Syla Lyudey-Politikern, wie NEOS die Kandidatenliste zum Parlament erstellte: "Wir haben als erste in Österreich echte Vorwahlen durchgeführt. Jeder Kandidat wurde individuell bewertet; die Punkte der Wähler, die der Parteimitglieder und die des Parteirats zählten jeweils zu einem Drittel. Dies ermöglichte es uns, eine gerechte Parteiliste zu schaffen.“

Zudem diskutierten Christoph Vavrik und die Syla Lyudey-Politiker aktuelle Probleme der Migrationspolitik und der Flüchtlingskrise, das Freihandelsabkommen zwischen der Ukraine und der EU sowie die stetig wachsenden nationalistischen Bewegungen in der EU und insbesondere in Österreich.

Nick Donig, Kommunikationschef von NEOS, betonte gegenüber den ukrainischen Neupolitikern, wie wichtig eine gute Kommunikationsstrategie sei – um die eigenen Mitglieder zu informieren und in ihrer Arbeit zu unterstützen, aber auch um die Aufmerksamkeit der Bürger zu gewinnen und aufrechtzuerhalten.

Thomas Enenkel, NEOS Head of Content, stellte den ukrainischen Kollegen die  NEOS-Kampagne zum  Rentensystem vor. "Wir versuchen, Provokation mit fundierten Argumenten und professionellen Alternativvorschlägen zu kombinieren. So erwecken wir Aufmerksamkeit und können uns zugleich als eine ernsthafte politische Kraft präsentieren.“

Stefan Egger, Klubdirektor und Mitglied des Erweiterten NEOS-Vorstands, betonte die Bedeutung des Parteiaufbaus: "Wir haben aktuell ein ganz starkes und professionelles Team auf zentraler Ebene und in der Hauptstadt. Was uns aber fehlt sind Parteivertretungen auf regionaler und kommunaler Ebene. Daher ist eines unserer Hauptziele für 2017, in fünf weiteren Bundesländern eine stärkere Vertretung aufzubauen. Selbst wenn man, wie wir, neueste Internettechnologien verwendet, ist es unmöglich, eine Partei ohne aktive Mitglieder auf der Ortsebene aufzubauen.“

Joseph Lentsch, Direktor NEOS Lab, schilderte den Ukrainern, dass 40 Prozent der  Anstrengungen des NEOS „Think - and Do! - Tanks“ auf die Politikentwicklung  der Schlüsselthemen der Partei ausgerichtet sind, 40 Prozent auf Seminare und Trainings und 20 Prozent auf  Diskussionsclubs und die Entwicklung neuer Kommunikationsmethoden mit  Parteianhängern.

Schließlich veranschaulichte Henrike Brandstötter, bei NEOS für kreative Lösungen zuständig und verantwortlich, den Gästen aus der Ukraine einige Beispiele unkonventioneller Straßenaktionen, die NEOS in der österreichischen Öffentlichkeit deutlich bekannter gemacht haben. "Wir versuchen, unsere Veranstaltungen interessant und attraktiv zu machen. Wir schaffen eine gute  Atmosphäre und zeigen, dass wir den Menschen nahe sind."

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